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Chronik „Die Römer sind der Ursprung des Kölner Karnevals !“ Verfolgt man diese Aussage
zurück, zeigt sich sogar, daß der Ursprung der RömerGarde nur in Köln-Weiden
beheimatet sein konnte. Die Römer feierten schon im 1. Jahrhundert nach
Christus „Op der Wick“, einem Gutshof im Westen der Stadt „Colonia“, an
der Straße nach „Aachen“. Dieses belegt das erst 1843 gefundene, römische
Grab in Köln-Weiden. |
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Ein jeder Römer in Weiden
erhält einen römisch klingenden Spitznamen, der Bezug zu seinen Fähigkeiten
oder seinem Beruf herstellt, wie Cnallus, Maurus, Telefunkus aber auch
Giga Bytus. Präsident ab 1977 war Kurt Brumme, er und Horst Sprenger spannen
die Fäden zum Festkommitee Kölner Karneval. Rudi Amm präsidierte von 1987
an, und von 1992 bis 1997 war der Herr der kölschen Sproch, Volker Gröbe,
alias „Plenus Venter“, gewichtiger Präsident der RömerGarde. Seit 1999
wird die vertreten durch Fritz Kautz (Leiter des Alter Markt Spielkreises).
Zwar sind nicht das Latinum oder die einwandfreie Anwendung der kölschen
Sproch Voraussetzung zur Aufnahme in die RömerGarde, ein richtiger Legionär
muß aber alle Tugenden auf sich vereinen, die schon im alten Rom obligat
waren: er muß jeck sein und Spaß an der Freud han. Daher ist die RömerGarde
eine buntgemischte Truppe, deren Grundlage sowohl die Vereinssatzung als
auch die Legionsordnung ist. Eine richtige Legion braucht einen eigenen
Marsch und diesen hat Ludwig Sebus für die RömerGarde geschrieben. Wem Freundschaft fremd und Tradition, der soll uns ruhig meiden, wir sind des Frohsinns Legion, die RömerGarde in Weiden. In der Öffentlichkeit fällt die Garde durch die aufwendig gestalteten Uniformen auf. Dazu wurden damals sogar die Orginalvorlagen aus Hollywood vom Film „Ben Hur“ besorgt. Der Helm und das Schwert sind handgearbeitet, die Hand- und Beinschoner ebenfalls, die Sandalen sind das Produkt einer namhaften Firma für Gesundheitsschuhe, und der Rock nebst Tunika und Panzer werden maßgeschneidert. Die vormals auch verwendeten Metallbrustpanzer wurden abgeschafft, die Verletzungsgefahr war einfach zu groß. Wie Ihre Vorfahren zieht es die Weidener Römer in die Ferne. Auf Hawaii trieben sie ihr Unwesen bei den Vulkanen, in Namibia verbrüderten sie sich mit den Stammeshäuptlingen, in Italien ergatterten sie lebensgroße Pferde für den gelegentlichen Einsatz im Zoch. Viele Freundschaften sind geblieben. Ganz besonders zu den ehemals stationierten belgischen Soldaten vor Ort. Seit 1970 gibt es in der RömerGarde auch einen Senat, der die Garde in ihrem Tun und Schaffen unterstützt. Im Jahre 1977 begann die RömerGarde den „Goldenen Römer“ Personen, die sich um Kölnkultur und Brauchtum ganz besonders verdient gemacht haben, zu verleihen, Diese Veranstaltung und auch die große Kostümsitzung finden alljährlich in der Flora statt. Im Rhein Center Köln-Weiden entfachten die Römer seit1978 jeden Karnevalssamstag den Römerball, den größten Ball im Kölner Westen mit mehr als 3000 Gäste und auch den Herrenfrühschoppen mit über 500 Besuchern. Gewiß hätte auch Agrippina an der RömerGarde ihre helle Freude gehabt. Ihr Bild schmückt den Dauerdamenorden der Gesellschaft. Die Damen sind in der Garde herzlich willkommen. Im Zoch gehen die Legionäre und die Senatoren mit ihren Römerinnen auf die Straße, — ein buntes Bild, welches am Besten die Stimmung im Verein wiedergibt. An viele Veranstaltungen im Jahreskreis können die Damen teilnehmen, logischerweise aber nicht an den regelmäßig stattfindenden Herrenabende oder der Herrenfrühschoppen im Rhein Center. Seit 1967 stellte die Garde jährlich ein Kinderprinzenpaar. Von der Session 1975 an bildete die RömerGarde mit den beiden anderen aktiven Karnevalsvereinen vor Ort, der Großen Junkersdorfer und den Lövenicher Neustädtern das Festkomitee für den Karneval in Lövenich, Weidenen und Junkersdorf. Seitdem wird das Kinderdreigestirn, nun also Prinz, Prinzessin und Bauer, nebst Fahnenträger von allen drei Gesellschaften gebildet. In besonders großen Versalien hat sich die Garde die Unterstützung der Jugend auf die Feldzeichen geschrieben, denn wer soll die Tradition fortsetzen, wenn die Jugend dafür nicht von den Alten begeistert wird ?! |
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